Brustkrebsfrüherkennung für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren

Unter dem Motto "Weil es um mich geht." bieten die Krankenkassen gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung und unterstützt vom Gesundheitsministerium das Mammographie-Screening in Rheinland-Pfalz an. Das Programm zur Brustkrebsfrüherkennung läuft ab Mai 2007 und richtet sich an Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran – die meisten nach dem 50. Lebensjahr.

Was ist das Mammographie-Screening?
Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Es ist derzeit eine höchst sichere Methode zur Brustkrebsfrüherkennung, denn bereits kleinste Veränderungen im Brustgewebe können erkannt werden, lange bevor sie tastbar sind. Die Mammographie hilft, Brustkrebs früher zu erkennen und somit schonender zu behandeln und besser zu heilen.
Der Begriff "Screening" stammt aus dem Englischen und bedeutet Reihenuntersuchung. Es bezeichnet das flächendeckende Programm zur Brustkrebsfrüherkennung mit Hilfe der Röntgenuntersuchung.

Die Mammographie-Einheiten
Die Röntgenuntersuchungen finden in Mammographie-Einheiten statt. Diese radiologischen Praxen sind auf Mammographien spezialisiert und stellen hohe Qualitätsanforderungen an Ärzte, deren Mitarbeiter und an technische Geräte. Die erste Mammographie-Einheit startet Anfang Mai in Mainz. Weitere Einheiten in Rheinhessen, in den Regionen Mittelrhein und Trier-Wittlich sowie in der Pfalz folgen nach und nach bis zum Frühjahr 2008.

Die Untersuchung
Speziell geschulte radiologische Fachkräfte führen die Mammographie durch. Sie fertigen von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen an. Zwei Ärzte beurteilen anschließend unabhängig voneinander die Aufnahmen. Das Ergebnis wird der Frau in der Regel innerhalb einer Woche mitgeteilt. Bei Auffälligkeiten wird die Frau zu einer weiteren Untersuchung, der Abklärungsdiagnostik, eingeladen. Wichtig dabei: Nicht jede Auffälligkeit lässt auch auf einen bösartigen Tumor schließen. Innerhalb einer Woche nach der zweiten Untersuchung erhält die Frau das abschließende Ergebnis. Sollte sich der Krebsverdacht bestätigen, wird das weitere Vorgehen mit dem betreuenden Frauenarzt und der Patientin besprochen.

Das Mammographie-Screening stellt eine wichtige Ergänzung der persönlichen Krebsvorsorge dar, ersetzt allerdings nicht das Angebot der jährlichen Krebsfrüherkennung beim Frauenarzt.

An wen richtet sich das Programm?
Das Mammographie-Screening richtet sich an alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Denn Studien haben gezeigt, dass das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, bei Frauen dieser Altersspanne besonders hoch ist. In Rheinland-Pfalz haben rund 500.000 Frauen Anspruch auf die alle zwei Jahre stattfindende Früherkennungsuntersuchung.

So funktioniert das Mammographie-Screening in Rheinland-Pfalz
Jede anspruchsberechtigte Frau erhält alle zwei Jahre automatisch von der Zentralen Stelle bei der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz eine Einladung samt persönlichem Untersuchungstermin. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Die Kosten der Untersuchung werden von den Krankenkassen übernommen. Auch die Praxisgebühr von zehn Euro entfällt. Eine Überweisung ist nicht notwendig.

Termin-Hotline
Eingeladenen Frauen können über die Hotline der Zentralen Stelle ihren Termin bei Bedarf verschieben oder eine andere zugelassene Mammographie-Einheit wählen:

Telefonnummer 0180 5 / 770 007
(14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz)

Montag bis Donnerstag 8 bis 17 Uhr
Freitag 8 bis 14 Uhr
Weitere Informationen unter www.ein-teil-von-mir.de.